Wie soll ein ideales Pflege- oder Krankenbett aussehen? Abhängig von Einsatzort und Fachgebiet, ist diese Frage pauschal sicherlich schwer zu beantworten. Intensivstationen stellen an die Betten andere Anforderungen als Pflegeheime, im häuslichen Bereich sollte das Bett auch nicht zu sehr nach Krankenbett aussehen und sich ein bißchen an die Wohnungseinrichtung anpassen.
Ein paar gemeinsame Merkmale sollten aber alle Betten haben:
Zu den besonderen hygienischen Anforderungen eines Krankenbettes hat die Uni Düsseldorf einen leicht verständlichen Text verfaßt.
Welche Erfahrungen mit Betten haben Sie gemacht? Welche Wünsche haben Sie an ein solches Bett?
Wir haben ein besonderes Exemplar Bett entdeckt. Mit einem Klick auf die Vorschaubilder im folgenden Text können sie mehr erkennen.
Das Bett ist mit Hilfe eines Fußpedals höhenverstellbar. Die oben geforderten Verstellmöglichkeiten weist es ebenfalls auf. Aber schon beim Schieben wird es schwierig: Die Rollen haben einen relativ hohen Widerstand. Wenn die Bremse zum Ein-Mann-Fahrbetrieb umgestellt wird, wird das Bett unlenkbar. Die Bremsen sind schwer erreichbar unter dem Fußende des Bettes angebracht. Eine Vorrichtung zum Aufhängen eines Matratzen-Motors fehlt. Die integrierten Seitenteile sind recht anfällig dafür, kaputt zu gehen.
Der Verstellhebel für das Kopfteil (1) ist noch normal angebracht. Das Verstellen des Kopfteiles ist aber schon relativ schwer, weil es nicht durch eine Gasdruckfeder unterstützt wird. Direkt dahinter ist der Verstellhebel für das Fußteil und das Kippen des Bettes (2). Eine Schocklagerung ist nur unter erheblichem Kraftaufwand möglich, weil man den Bettrahmen nur seitlich ca. 30 cm vom Fußende entfernt fassen kann. In der Mitte ist ein Halterung für einen Infusionsständer (3) angeschraubt.
Der Ständer wird in diese Hülse eingesteckt und mit einem Stift und einer Schraube gesichert. Achtung! Bei mobilen Benutzern dieses Bettes sollte die Halterung unbedingt wegen Verletzungsgefahr entfernt werden!
Aber: Auch bei immobilen Benutzern ist der Ständer nicht nur Überflüssig, sondern bei Arbeiten am Bett auch noch im Weg.
Ein besonderes Detail dieses Bettes ist die Möglichkeit, einen passenden Nachtschrank "huckepack" mitzunehmen. Praktisch für den Transport zum "Kunden" oder wenn in der Einrichtung eine zentrale Bettenaufbereitungsanlage besteht, in der auch die Nachtschränke gereinigt werden können. Vorteil: Die Aufwendige Nachtschrankreinigung per Hand entfällt. Nachteile: Die Aufbereitungsanlagen müssen teuer nachgerüstet werden, beim Schieben eines solchen Bettes tritt man leicht gegen die hintere Schiene. Im Gebrauch hat das Huckepack-System keinen praktischen Nutzen.
Inzwischen werden die Betten nur noch ohne seitlichen Infusionsständer und ohne Nachtschrank an die anfordernden Stationen ausgegeben. Die Räder wurden gegen leichter laufende Rollen ausgetauscht, die Lenkung so umgestellt, daß das Bett relativ bequem auch von einer Pflegekraft zu fahren ist. Geplant ist, nach und nach höhenverstellbare Betten ohne die oben beschriebenen Fehler zu beschaffen.
Unser Fazit: Eine teure Fehlinvestition.
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